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Donnerstag, 30. Oktober 2014

Rezension: Jay Asher - The Future Of Us

Inhaltsangabe

It's 1996 and very few high school students have ever used the internet. Facebook will not be invented until several years in the future. Emma just got a computer and an America Online CD. She and her best friend Josh power it up and log on - and discover themselves on Facebook in 2011. Everybody wonders what they'll be like fifteen years in the future. Josh and Emma are about to find out.

Meine Meinung

Was wäre, wenn wir wüssten, wie unsere Zukunft aussieht? Würden wir versuchen sie zu ändern?  Und ist das überhaupt möglich? Eine sehr spannende Idee, wie ich find und sie wurde von meinem Lieblingsautor Jay Asher toll umgesetzt.

Protagonisten im Buch sind Josh und Emma, aus deren Sicht auch abwechselnd die Geschichte erzählt wird. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so blieb der Spannungsbogen immer oben und man konnte die Gefühle der beiden gut miterleben.
Josh hat mir von den beiden besser gefallen. Er scheint wirklich ein netter und hilfsbereiter Kerl zu sein - einfach ein guter Freund. Wohin gegen Emma mir doch meistens sehr egoistisch vorkam. Ihre Zukunft sieht auf Facebook nicht besonders gut aus und Emma versucht scheinbar ohne Rücksicht auf Verluste diese zu ändern. Josh hingegen ist von seinem Leben in 15 Jahren überrascht - im positiven Sinne.
Der eine will seine Zukunft ändern, der andere versucht, dass sie eintritt. Jedoch führen auch die kleinsten Entscheidungen dazu, dass sich die Zukunft ändern kann.

Die Geschichte ist etwas oberflächlich und ist auch leicht vorhersehbar, mich hat sie dennoch sehr gut unterhalten und ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen. Es ließt sich einfach ausgesprochen flüssig. Ich finde, es eignet sich auch wunderbar für Einsteiger, die mal ein Buch auf Englisch lesen möchten, da es wirklich sehr einfach zu lesen ist.

Fazit

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung startet ohne große Umschweife und ist einfach toll zu lesen.
♥♥♥♥

Samstag, 25. Oktober 2014

Rezension: Joe Dunthorne - Submarine

Inhaltsangabe

Meet Oliver Tate, fifteen years old. Convinced that his father is depressed ('Depression comes in bouts. Like boxing. Dad is in the blue corner') and his mother is having an affair with her capoeira teacher, ('a hippy-looking twonk'), he embarks on a hilariously misguided campaign to bring the family back together. Meanwhile, he is also trying to lose his virginity - before he turns sixteeen - to his pyromaniac girlfriend Jordana. Will Oliver succeed in either aim? Submerge yourself in Submarine and find out...

Meine Meinung

Submarine habe ich vor ein paar Jahren schon einmal angefangen zu lesen. Damals war mein Englisch noch nicht so gut, deswegen habe ich das Buch nach kurzer Zeit wieder zur Seite gelegt. Ich bin wirklich froh, dass ich nochmal versucht habe, dass Buch zu lesen, denn die Geschichte ist sehr unterhaltsam und lustig. Ich kann jetzt auch behaupten, dass sich das Buch auf Englisch recht leicht ließt. Es kommen zwar ein paar schwierigere Wörter vor, die aber nicht unbedingt für die Handlung wichtig sind

Das Buch wurde oft mit dem Fänger im Roggen verglichen, ich weiß nicht ob man so etwas überhaupt vergleichen kann - das eine ist ein Klassiker, das andere doch eher unbekannt - mir hat Submarine jedoch deutlich besser gefallen.


Protagonist ist Oliver Tate, ein Junge mitten in der Pubertät. Das erklärt eigentlich schon alles. Manchmal tut er eklige Dinge (wie Ohrenschmalz als Lippenpflege benutzen), den Rest der Zeit denkt er an Sex. Im Buch geht es hauptsächlich darum, das Oliver versucht, die Beziehung seiner Eltern zu retten, natürlich nicht ohne Peinlichkeiten und Missverständisse. Natürlich geht es auch häufig um Mädchen und Sex.

Insgesamt ist sie Sprache im Buch sehr direkt, teilweise vulgär mit viel schwarzem Humor. Meinen Geschmack hat es auf jeden Fall getroffen. Nicht so gut gefallen hat mir, dass nur schwer der rote Faden der Geschichte zu erkennen war.

Das Buch wurde übrigens auch verfilm.

Fazit

Ein humvorvolles Buch über das Erwachsenwerden, mit einigen Längen, aber insgesamt sehr unterhaltsam.
♥♥♥

Dienstag, 28. Januar 2014

Rezension: Andy Behrens - Spritztour

Inhaltsangabe

Ian ist 17, genervt von seinem Ferienjob bei „Dunkin' Donuts“ und will endlich sein erstes Mal erleben. Als er per Onlinechat die heiße Studentin Danielle kennenlernt, scheint dieser Wunsch zum Greifen nah: Danielle schlägt ein Treffen vor, und zwischen den Zeilen funkelt eindeutig S E X. Doch Daniella lebt am anderen Ende der USA. Und so sattelt Ian kurzerhand seine uralte Karre – die “Kreatur“ –, packt seine besten Freunde Lance und Felicia auf die Rückbank und brettert los. Vor den dreien liegt ein wahnwitziger Trip quer durch sechs US-Staaten. Ein Trip, der sie aus ihren gewohnten Bahnen wirft und an dessen Ende ihre Freundschaft nicht mehr das ist, was sie einmal war.

Meine Meinung

Eigentlich fand ich die Idee ganz witzig: Ein Roadtrip quer durch Amerika, damit Ian das erste Mal Sex haben kann. Unterwegs passieren Ian, Lance und Felicia alle mögliche Sachen von einer Lebensmittelvergiftung bis hin zu Ärger mit eifersüchtigen Ex-Freunden.

Leider hat mir das Buch jedoch nicht so gut gefallen wie erwartet. Die Geschichte ist recht kurz, dadurch kommt keine Langeweile auf, weil immer etwas passiert und die Geschichte vorwärts geht. Es hat durchaus ein paar lustige Stellen, aber alles in allem ist die Geschichte doch sehr vorhersehbar. Die Dialoge sind recht platt und irgendwie unnatürlich. Ich weiß nicht ob es an der Übersetzung oder am Autor lag, aber so reden einfach keine Jugendlichen. Die Gespräche drehen sich hautpsächlich im Sex. Das finde ich auch überhaupt nicht schlimm, aber wie gesagt, es war alles sehr unbeholfen und unnatürlich. 

Ich weiß gar nicht, was ich zu Ian, dem Hauptcharakter, groß sagen kann. Irgendwie ist er sehr 08/15. Er hatte noch nie eine Freundin, geschweige denn Sex, denn er sieht sich selber nur als den netten Jungen und die haben einfach keinen Sex. Im Internet lernt er Danielle kennen und beschließt es mal auf die arschige Art zu versuchen, denn darauf stehen Mädchen ja.. Und tatsächlich, sie beißt an. Die ganze "Beziehung" zwischen Ian und Danielle empfand ich als sehr unrealistisch. Zum Beispiel schickt Ian Danielle ein bearbeitetes Foto von sich, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Darüber macht er sich aber erst Sorgen, als er schon auf dem Weg zu ihr ist. Wer ist denn so blöd?

Ian's Kumpel Lance ist einfach nur super nervig. Ein anderes Wort gibt es dafür gar nicht! Lance ist mega Schwanz-gesteuert und Felicia und Ian konnten ihn an keinem Zwischenstopp aus den Augen lassen, weil er sofort mit einem Mädchen angebandelt hat. Das hat die Drei natürlich jedes Mal in Schwierigkeiten gebracht.

Fazit

Ich hätte mir mehr Humor gewünscht. Mehr lustige Dialoge. Das Buch ist einfach sehr mittelmäßig. Es sticht nicht besonders heraus, schlecht ist es aber auch nicht. Die unnatürlichen und schlechten Dialoge haben mich am meisten gestört. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Insgesamt eine kurzweilige Geschichte, die man aber nicht unbedingt gelesen haben muss.
♥♥♥

Donnerstag, 23. Januar 2014

Rezension: Melissa Keil - Life In Outer Space

Inhaltsangabe

Life in Outer Space is a romantic comedy about a movie geek & the dream girl he refuses to fall in love with. Sam Kinnison is a geek, and he’s totally fine with that. He has his horror movies, his nerdy friends, World of Warcraft – and until Princess Leia turns up in his bedroom, worry about girls he won't. Then Camilla Carter arrives on the scene. She’s beautiful, friendly and completely irrelevant to his plan. Sam is determined to ignore her, except that Camilla has a plan of her own – and he seems to be a part of it! Sam believes that everything he needs to know he can learn from the movies. But perhaps he’s been watching
the wrong ones.

Meine Meinung

Erst einmal muss ich los werden, dass ich das Cover total schön finde!! Da tut es mir echt Leid, nur das eBook zu besitzen.

Insgesamt hat mir Life In Outer Space sehr gut gefallen. Ich würd es allerdings nicht als "romantic comedy" bezeichnen, da die Romanze meiner Meinung nach nicht im Mittelpunkt steht. Es geht viel mehr um einen Jungen, der sich selbst als Ausenseiter sieht und sein Leben. Das Buch ist lustig, hat aber auch ein paar traurige Stellen. Insgesamt eine sehr gelungene Mischung.

Sam, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist, habe ich als sehr liebenswerten Charakter empfunden. Er ist großer Fan von Horror-Filmen und gehört in der Schule eher zu den unbeliebten Schülern. Er macht im Laufe des Buches eine große charakterliche Veränderung durch und ich finde man merkt richtig, wie "erwachsen" er geworden ist.

Camillla ist neu an der Schule und obwohl sie einen berühmten Vater hat, der Musikkritiken schreibt, ist sie nicht überheblich. In der Vergangenheit ist sie viel herumgereißt und man merkt, dass sie sich nach einem festen Wohnort und einer intakten Familie sehnt. Camilla kann man schwer in eine Schublade stecken. Sie versteht sich mit den "beliebten" Schülern, als auch mit den Außenseitern. Sie ist Mitglied im Schach-Club, im Volleyball-Team, sowie im Veranstaltungskomitee.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist dass sich Sam und Camilla nicht Hals über Kopf ineinander verlieben. Es ist ein langsamer Prozess, die Beiden lernen sich kennen und sie verbindet eine gute Freundschaft. Das macht das Buch finde ich auch so realistisch. Stellenweise war es auch sehr lustig mit anzusehen, dass Sam ein dermaßen großes Brett vorm Kopf hat und gar nicht merkt, dass er in Camilla verliebt ist. Mir fällt da das Zitat von John Green aus "Looking for Alaska" ein: If I was drizzle, she was a hurricane. Ich finde das Beschreibt die Beziehung von Camilla und Sam sehr gut.

Mike, Adrian und Allison waren leider sehr blasse Charaktere. Allison und Mike hatten zumindest ein oder zwei Eigenschaften, mit denen ich sie "identifizieren" konnte, aber Adrian war für mich einfach nur ein Name.

Neben dem Handlungsstrang um Sam und Camilla gab es auch noch ein "Geheimnis" um Mike zu lüften, der sich seit Beginn des Schuljahres aus unerklärlichen Gründen sehr merkwürdig verhält. (Wie ist zu der Aufklärung kommt, fand ich etwas doof, deswegen gibt es einen Punktabzug) Auch muss Sam mit seinen Eltern fertig werden, die schon Länger ein Eheproblem haben. Ich finde, in dem Buch steckt viel mehr, als man anfangs annehmen würde.

Fazit

Das Buch erzählt eine lustige und manchmal traurige Geschichte über das Erwacshen werden, Freundschaft und die erste Liebe. Die Charektere sind wunderbar geekig und liebenswert, mit Ecken und Kanten. Ich fand es wirklich schade, als das Buch zu Ende war, denn ich habe Sam und Camilla wirklich ins Herz geschlossen.
♥♥♥♥

Freitag, 19. Juli 2013

Rezension: John Green - The Fault In Our Stars

John Green - The Fault In Our Stars
Verlag: Penguin (Januar 2013)
Seiten: 336
Preis: ca. 6,74€
Deutscher Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Wertung: ♥♥♥♥♥
Einzelband

Inhaltsangabe

Despite the tumor-shrinking medical miracle that has bought her a few years, Hazel has never been anything but terminal, her final chapter inscribed upon diagnosis. But when a gorgeous plot twist named Augustus Waters suddenly appears at Cancer Kid Support Group, Hazel's story is about to be completely rewritten.

Meine Meinung

Mir hat das Buch so wahnsinnig gut gefallen! Es hat mich bezaubert und zum weinen gebracht, ich habe mitgefiebert und mich zusammen mit den Charakteren gefreut. Es ist ein Buch, bei dem ich gar nicht weiß, was ich schreiben soll, damit es der Geschichte gerecht wird. Ich fands einfach nur toll!

Es war mein erstes Buch von John Green und ich hatte etwas Sorge, das es mir wegen dem ganzen Hype vielleicht nicht gefallen würde. Aber nichts dergleichen ist passiert - ich habe es verschlungen und geliebt! Als ich mich dem Ende des Buches näherte, habe ich immer mal wieder eine Pause eingelegt, einfach weil ich nicht wollte, dass das Buch endet. Und als ich fertig war, hätte ich am liebsten wieder von vorne angefangen.

Hazel und Augustus haben Beide einen Platz auf meiner Lieblingscharakter-Liste verdient. Hazel ist einfach cool und lustig und loyal, ohne sich verstellen zu müssen. Sie hat Schilddrüsen-Krebs, der sich auf ihre Lungen ausbreitet und geht mit ihrer Krankheit sehr offen um. Das Buch ist aus ihrer Perspektive geschrieben und so konnte man sich gut in sie hineinveretzen.
Augustus ist wirklich mal ein ein Prince Charming mit Ecken und Kanten, den sich wohl jedes Mädchen (oder Frau) als Freund wünschen würde. Er hatte auch Krebs und ihm musste ein Bein amputiert werden. Ich bin ja nie so der Fan von Liebesgeschichten, aber hier hatte ich wirklich das Gefühl, dass ihre Liebe echt ist, ohne ins kitschige abzurutschen.
Ein wichtiger Charakter ist auch Isaac, ein Freund der Beiden aus der Cancer Support Group, der an einer seltenen Form von Augenkrebs leidet. Ihm musste bereits ein Auge entfernt werden und eine zweite Operation steht kurz bevor, bei dem ihm auch sein verbliebenes Auge entnommen wird. Obwohl er nach der Operation blind sein wird, hat er sich nicht einmal bemitleidet oder beschwert, das hat mich sehr beeindruckt.

Das Buch ist allerdings nicht nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei krebskranken Teenagern. Es ist auch sehr philosophisch; über das Leben, den Sinn des Lebens, den Tod und ob wir eine Spur hinterlassen, nachdem wir gestorben sind. Es ist eine sehr emotionale und tiefgründige Geschichte und dir mir auch noch lange nach Beendung des Buches im Gedächtnis geblieben ist.

Fazit

Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen! Es ist so schön geschrieben und berührend, einfach wahnsinn! Für mich ein Buch, das man immer wieder lesen kann.
♥♥♥♥♥

Mittwoch, 3. Juli 2013

Rezension: Jenny Downham - You Against Me

Jenny Downham - You Against Me
Verlag: David Fickling Books (7. Juli 2011)
Seiten: 416
Preis: ca. 6,80€
Deutscher Titel: Ich gegen dich
Wertung: ♥♥♥♥
Einzelband

Inhaltsangabe

If someone hurts your sister and you're any kind of man, you seek revenge, right?
If your brother's accused of a terrible crime but says he didn't do it, you defend him, don't you?


When Mikey's sister claims a boy assaulted her, his world begins to fall apart.
When Ellie's brother is charged with the offence, her world begins to unravel.
When Mikey and Ellie meet, two worlds collide.

Meine Meinung

Ich hatte mir das Buch damals eher aus Loyalität zur Autorin, als aus wirklichem Interesse an der Geschichte gekauft. Aus diesem Grund stand es auch sehr lange bei mir im Regal herum, bis ich es endlich mal gelesen habe. Aber dann konnte ich es fast nicht mehr aus der Hand legen! Es ist ein wunderbares Buch über Vertrauen, Freundschaft, Familie und Liebe. Ich liebe besonders immer Bücher, die in England spielen und in denen man "das englische Leben" spürt. Egal was passiert, erstmal eine Tasse Tee trinken!

Nun aber zur eigentlichen Geschichte: Karyn beschuldigt Tom, auf einer Party von ihm vergewaltigt worden sein. Tom streitet dies ab und seine Schwester Ellie glaubt ihm, dass nichts passiert ist. Karyn ist schließlich erst 24 Stunden später zur Polizei gegangen und hat Anzeige erstattet. Sie war eben leicht zu haben und schämte sich hinterher!

Karyn's Familie ist mit der Situation überfordert. Ihre alkoholabhängige Mutter ist fast nie Zuhause und jetzt wo Karyn das Haus nicht mehr verlässt, muss sich ihr großer Bruder Mikey alleine um die kleiner Schwester Holly kümmern. Fast täglich steht auch noch Jugendamt vor der Tür, weil Holly immer zu spät und dreckig in der Schule erscheint.

Als Tom auf einer Party aus Mikey's Schwester Ellie trifft, beschließt er aus Rache sie zu verführen - und ahnt nicht das er drauf und dran ist, sich in sie zu verlieben.

You against me wurde abwechselnd aus der Sicht von Mikey und Ellie geschrieben, so erhält man nicht nur einen guten Einblick in beide Familien, sondern auch in die Gefühlswelt der Hauptprotagonisten.
Was mir auch gut gefallen hat, ist das man das ganze Buch über nicht weiß, was wirklich passiert ist. Ich hatte natürlich so eine Ahnung, aber erst zum Ende hin wurde es bestätigt.

Mir hat besonder gut gefallen, dass die Personen nicht nur schwarz und weiß, böse und gut dargestellt werden. Tom ist nicht nur der Vergewaltiger, er ist auch ein ganz normaler Junge, der sich plötzlich mit einer Straftat konfrontiert sieht, die er eigentlich gar nicht begehen wollte. Er versucht fortan nur seine Familie zu beschützen. Mitleid hatte ich als Leser mit ihm trotzdem nicht, schließlich weiß man, weswegen er beschuldigt wird.

Karyn war leider etwas blass dargestellt. Obwohl sie das Opfer war, spielte sie in der Geschichte eher eine nebesächliche Rolle. Am Besten hat mir Mikey gefallen. Er versuchte seine Familie zusammenzuhalten und kümmerte sich um seine Schwestern, auch wenn es oftmals schief ging. Ellie war meiner Meinung nach eher ein 08/15 Charakter, ich konnte ihr Verhalten nicht immer ganz nachvollziehen.

Fazit

Ein empfehlenswertes Buch über Vergewaltigung und wie das Umfeld damit umgeht, aber auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass das Buch langweilig sein würde, wurde aber positiv überrascht! Mir hat es sehr gut gefallen. Für mich hat es sich gelohnt, mal ein Buch zu lesen, das eigentlich nicht den Standart-Themen entspricht, die ich sonst so lese. Ich werde der Autorin auf jeden Fall auch weiterhin treu bleiben.
♥♥♥♥

Donnerstag, 27. Juni 2013

Kurz & Knapp: Gayle Foreman - If I Stay

In Kurz vorgestellt möchte ich euch, wie der Name schon sagt, Bücher nur kurz vorstellen. Entweder habe ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und kann mich deswegen nicht mehr so genau an den Inhalt erinnern, es ist Teil einer Reihe oder mir hat das Buch nicht so gut gefallen und ich kann dazu nicht viel sagen.

Gayle Foreman - If I Stay
Verlag: Speak (6. April 2010)
Seiten: 320
Preis: ca. 6,60€
Deutscher Titel: Wenn ich bleibe
Band: 1 von 2
Wertung: ♥♥♥♥

Inhaltsangabe
In the blink of an eye everything changes. Seventeen ­year-old Mia has no memory of the accident; she can only recall what happened afterwards, watching her own damaged body being taken from the wreck. Little by little she struggles to put together the pieces- to figure out what she has lost, what she has left, and the very difficult choice she must make. Heartwrenchingly beautiful, this will change the way you look at life, love, and family. Mia's story will stay with you for a long, long time.

Kurz gesagt
Das Buch habe ich während meiner Blog-Pause gelesen, finde es aber so toll, dass ich es euch unbedingt vorstellen möchte! Auf dem Buch-Cover steht, dass die Geschichte Fans von Twilight anspricht - das hat mich erstmal erschreckt! Wie ihr vielleicht wisst, bin ich kein großer Fan von Liebesgeschichten. Die Geschichte von Mia und Adam ist aber so gefühlvoll geschrieben, dass sie sogar mich berührt hat! Und es ist kein Vergleich zu Twilight.
Mia könnte man als Cello-spielende Außenseiterin beschreiben und Adam ist der coole Typ, der in einer Band spielt.

Die Geschichte beginnt mit einem Autounfall von Mia's Familie, bei dem ihre Eltern sterben. Mia findet sich daraufhin in einem Krankenhaus wieder und sieht dass ihr kleiner Bruder schwer verletzt im Koma liegt. Bald muss Mia feststellen, dass auch sie schwer verletzt wurde und ihr Geist zwischen Leben und Tod festsetzt. Es ist nur ihre Entscheidung, ob sie bleibt.

Fazit

If I Stay ist eine Geschichte über Leben und Tod, Familie und Liebe. Es ist wirklich herzzereißen, ich kann es nur empfehlen!
♥♥♥♥

Freitag, 26. Oktober 2012

Rezension: Laura Summers - Heartbeat Away

Laura Summers - Heartbeat Away
Verlag: Ueberreuter (Juli 2012)
Seiten: 235
Preis: EUR 14,95
Originaltitel: Heartbeat Away
Wertung: ♥♥♥
Einzelband

Vielen Dank an Ueberreuter für das Leseexemplar!

Inhaltsangabe

Die 14-jährige Becky Simmons muss sich einer Herztransplantation unterziehen. Ihr schwaches Herz hat der schüchternen Teenagerin ihre Kindheit geraubt, doch mit dem neuen soll alles besser werden. Nach der OP zeigen sich bei Becky ungewöhnliche Nebenwirkungen: Ihr Geschmack verändert sich, sie erkennt Orte wieder, an denen sie zuvor nie gewesen ist, und sie sieht immer wieder das Bild eines Jungen vor ihrem inneren Auge, der etwa in ihrem Alter ist. Haben die Veränderungen mit ihrem neuen Herzen zu tun? Es scheint als würde sich ihr Leben immer mehr mit dem ihres Spenders verflechten. Becky beschließt, mehr über ihn herauszufinden. Und dieser Entschluss verändert ein weiteres Mal ihr Leben.

Meine Meinung

Als aller Erstes ist mir das schöne Cover des Buches aufgefallen. Der sehnsüchtige Blick des Mädchens in die Ferne passt wunderbar zu der Geschichte. Auch der Schreibstil der Auorin war sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel sind alle sehr kurz gehalten, was mir sehr gut gefallen hat, denn so möchte man immer weiterlesen und rausfinden, was noch passiert. Zudem spielt die Geschichte in England, was ein zusätzlicher Pluspunkt ist.

Gleich zu Anfang erhält die Protagonistin Becky eine Herztransplantation und von da an ändert sich ihr Leben. Becky sieht plötzlich Dinge, die sie sich nicht erklären kann. Sie erinnert sich an Plätze und Häuser, die sie noch nie vorher gesehen hat, doch kann sie bis ins kleinste Detail beschreiben. Auch ihre Vorlieben haben sich geändert. Ich habe schonmal davon gehört das Menschen nach einer Herztransplantation Erinnerungen und Eindrücke der verstorbenen Person übernehmen. Ich persönlich glaube nicht, dass das Möglich ist, dafür bin ich zu rational. Ein Buch zu dem Thema ist für mich aber in Ordnung, schließlich handelt es sich hierbei ja nur um Fiktion.

Im Laufe des Buches beschließt Becky mehr über diese Erinnerungen, die nicht ihre sind, herauszufinden und sucht einen Park auf, den sie immer wieder vor Augen sieht. Dort trifft sie, natürlich ganz zufällig, auf einen Jungen namens Sam, den sie auch immer in ihren Erinnerungen sieht. Und wie es der Zufall nunmal so will, kennt Sam, natürlich rein zufällig, den Organspender von Becky. Das ganze wirkte auf mich doch schon sehr konstruiert. Hier kommen einfach zu viele Zufälle zusammen und lassen die Geschichte unglaubwürdig wirken.

Becky's Charakter war so la la. Sie ist 14 Jahre alt und ich merke momentan doch immer öfters, dass ich mich nur noch schwer mit den Charakteren aus Jugendbüchern identifizieren kann. Becky's Verhalten ist manchmal sehr pubertär und es war für mich schwer nachvollziehbar. Sie wird nach der Transplantation von ihren Mitschülern gemobbt, die ihr an den Kopf werfen, dass es eklig ist, ein fremdes Herz in sich zu tragen und Becky steht nur da und bekommt keinen Ton raus. So ein Verhalten macht mich als Leser wahnsinnig! Genauso wie sie ohne ersichtlichen Grund den Kontakt zu Sam abbricht.

Das Ende empfand ich als sehr kitschig. Ich habe nichts gegen Happy Ends, aber dieses war einfach etwas zu viel. Wirklich alles geht gut aus, Becky schafft es, sich gegenüber ihren Mitschülern zu behaupten, sie und Sam sind wieder Freunde, sie nennt ihren Stiefvater, den sie vorher nicht mochte plötzlich Dad und so weiter. Außerdem stößt Becky auf eine Erinnerung, die sie mit ihrem Organspender verbindet und das war dann einfach zu viel des Guten für mich.

Fazit

Heartbeat Away ist ein Buch, das man gut an einem Tag durchlesen kann. Trotz des Themas Organspende ist es einfach zu lesen, ich hätte mir jedoch etwas mehr Tiefgang gewünscht. Ich denke es ist eins dieser Bücher, die man gut im Urlaub lesen kann: leichte Lektüre mit Happy End. Man schlägt das Buch zu, freut sich das alles gut ausgegangen ist und kann das nächste Buch aufschlagen. Mir war die Geschichte leider etwas zu flach und zu konstruiert.
♥♥♥

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Rezension: Avery Sawyer - Notes to self

Avery Sawyer - Notes to self
Verlag: Kindle Edition (November 2011)
Seiten: 168
Preis: Gratis
Wertung: ♥♥♥

Inhaltsangabe

Two climbed up.
Two fell down.
One woke up.

Robin Saunders is a high school sophomore with an awesome best friend, a hard-working single mom, and a complicated relationship with a sweet guy named Reno. She's coasting along, trying to get through yet another tedious year of high school, when Em suggests something daring. They live in Florida-- tourist central--and Emily wants to sneak into a theme park after midnight and see what they're made of.

When things get out of control, Robin wakes up in a hospital bed and Emily doesn't wake up at all. Just getting dressed becomes an ordeal as Robin tries to heal and piece together the details of that terrible night. Racing to remember everything in the hopes of saving Emily, Robin writes a series of notes to herself to discover the truth.

Meine Meinung

Es ist wirklich wahnsinn, wie viele eBooks bei Amazon mittlerweile kostenlos angeboten werden. Da stellt sich mir natürlich die Frage, ob sie überhaupt etwas taugen (oder warum sind sie sonst konstenlos?). Um das herauszufinden werde ich in Zukunft öfters mal kostenlose eBooks lesen und anschließen auch darüber berichten.

Den Anfang machte ich mit Notes to self, ein Jugendbuch über 2 Freundinnen die auf Grund einer Mutprobe nachts in einen Freizeitpark einbrechen. Dort passiert ein schrecklicher Unfall und Robin, die Protagonistin wacht im Krankenhaus mit einer schweren Kopfverletzung wieder auf. Ihre beste Freundin Emily liegt immernoch im Koma und Robin kann sich nicht daran erinnern was passiert ist. Das einzige was sie weiß, ist das sie gefallen sind.

Das Buch handelt von den Tagen, Wochen und Monaten nach dem Unfall. Von Robin's Schuldgefühlen, weil sie aufgewacht ist und Emily nicht. Von ihren Versuchen sich an den Unfall zu erinnern und an die Person die sie ist. Denn obwohl sie keinen kompletten Gedächtnisverlust erlitten hat, fehlen ihr viele Erinnerungen. Aus diesem Grund beginnt Robin Dinge aufzuschreiben, die sie mag, also notes to self.
"We all make mistakes. We all mess up. The trick is to wake up the next day and keep trying, keep showing up, keep jumping into the deep and even when it's scary."
Es gibt sehr viele Rückblicke, in denen man mehr über Robin erfährt und die teilweise ganz interessant sind. Allerdings bringen sie die Handlung oftmals etwas ins stocken. Robin's Charakter fand ich von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mich mit ihr identifiieren. Die anderen Personen, die in dem Buch vorgenommen, sind leider etwas blaß, was für die kurze Geschichte aber in Ordnung war.

Der Schreibstil von Avery Sawyer ist super! Es ließt sich sehr flüssig mit vielen schönen Textstellen, die zum Nachdenken anregen. Auf Englisch ist das Buch sehr einfach zu lesen.

Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass dieses Buch nur als eBook erschienen ist. Ich habe schon viel schlechtere Bücher (gekauft) und gelesen, bei denen ich mir dachte, wie konnte es einen Verleger finden. Ich denke ich werde bei den kostenlosen eBooks in der Zukunft noch ein paar Schätze finden. :)

Fazit

Eine herzerwärmende Geschichte, die interessant zu lesen, aber nicht super aufregend ist. Wer ein schönes Buch für zwischendurch sucht ist hier genau richtig. Und da es kostenlos angeboten wird, kann man hier nichts falsch machen!
♥♥♥

Freitag, 31. August 2012

Rezension: Tabitha Suzuma - Forbidden

Tabitha Suzuma - Forbidden
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: August 2011
Seiten: 448
Preis: 17,95€ (HC)
Originaltitel: Forbidden
Einzelband

Inhaltsangabe

Wenn Maya Lochan ansieht, weiß sie, was er denkt. Und wenn Lochan Maya berührt, weiß er was sie fühlt.
Die beiden verbindet eine Liebe, die so tief und bedingungslos ist, dass es ihnen fast Angst macht. Denn sie wissen, dass ihre Liebe nicht sein darf. Dass sie verboten ist. Denn Maya und Lochan sind Bruder und Schwester. Und dennoch können sie ihre Gefühle füreinander nicht leugnen. Mit fatalen Folgen...

Meine Meinung

Forbidden behandelt ein Tabuthema, nämlich die Liebe zwischen zwei Geschwistern. Vorneweg muss ich gleich gestehen, wie begeistert ich von diesem Buch bin! Es ist schwer die Stimmung des Buches in Worte zu fassen. Es ist sehr emotional und selbst als Leser ist man innerlich Zerissen, genauso wie Lochan und Maya. Wie kann sich etwas so Falsches so richtig anfühlen? Beim lesen stellte ich mir selbst diese Frage, doch darauf gibt es wohl keine Antwort. Man wünscht sich das alles gut ausgehen wird, doch eigentlich ahnt man es, in dieser Liebegeschichte gibt es kein Happy End.

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Lochan und Maya geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und fesselnd. Suzuma schreibt sehr emotional und schafft es die Gefühle der Charaktere sehr gut zum Ausdruck zu bringen.

Lochan ist fast volljährig, schreibt gute Noten und viele Mädchen in der Schule sind in ihn verliebt. Doch er leidet unter einer Sozialphobie, traut sich nicht mit anderen Leuten zu sprechen und wenn kommt nur Gestotter dabei heraus. Er zieht sich in sich zurück und ist ein Einzelgänger. Nur zu Hause traut er sich aus sich raus. Seine Familie ist für ihn das Wichtigste.

Seine Schwester Maya ist nur 13 Monate jünger als er und als Kinder wurden sie oft für Zwillinge gehalten. Sie ist beliebt in der Schule und eigentlich das genaue Gegenteil von Lochan. Ihr Charakter ist ein kleines bisschen blasser gezeichnet, doch das finde ich nicht weiter schlimm, denn beide fand ich sehr sympathisch. Sie sind beste Freunde und vergessen dadurch manchmal, dass sie Geschwister sind.

Der Vater hat die Familie vor einigen Jahren verlassen und hat in Australien eine neue Familie gegründet. Ihre Mutter ist alkoholabhängig, trauert ihrer Jugend hinterher und verbringt ihre Zeit lieber mit ihrem "Macker" als sich um ihre Kinder zu kümmern. So bleibt es an Lochan und Maya hängen, sich um ihre 3 jüngeren Geschwister Kit, Tiffin und Willa zu kümmern, immer mit der Sorge, dass das Jugendamt auf sie aufmerksam werden könnten. Sie sind ein eingeschweißtes Team, geben sich halt in schweren Zeiten und bauen sich gegenseitig auf.


"Du kannst deine Augen vor Dingen verschließen, die du nicht sehen willst, aber du kannst dein Herz nicht vor Dingen verschließen, die du nicht fühlen willst."
Als Maya das erste Mal mit einem Jungen ausgeht, wird Lochan eifersüchtig. Auch Maya merkt das es für sie nur einen einzigen Jungen gibt, mit dem sie zusammen sein will und das ist ihr Bruder Lochan. Doch beide wissen, das es falsch ist so zu empfinden. Sogar verboten und abartig.
Sie versuchen aufzuhören sich heimlich zu küssen und anzufassen, beschränken ihren Kontakt auf das Nötigste um den Haushalt zu regeln. Doch Maya erkennt, sie hat Lochan nie nur als ihren Bruder wahrgenommen, da war immer mehr. Sie könnte sich zum Beispiel nie vorstellen ihren Bruder Kit zu küssen, das wäre total eklig. Aber bei Lochan ist es anders, er ist eben rein zugällig biologisch ihr Bruder, soll ihr das verbieten ihn zu lieben? Auch Lochan weiß, das er ohne Maya zusammenbrechen würde. Sie ist sein Halt, sein Leben.

Tabitha Suzuma schafft mit Forbidden eine berührende Liebesgeschichte zwischen den Geschwistern, ohne dass man als Leser angeekelt zurückweicht. Sie beschreibt die Zerissenheit der Beiden, denn sie wissen, dass ihre Liebe nicht normal ist. Aber auch, dass sie nicht voneinander lassen können. Ich war als Leser immer hin und hergerissen zwischen den Gedanken, dass Lochan und Maya doch erkennen sollen, dass das was sie tun nicht richtig und dass sie doch endlich zusammen finden sollen.

Hinzu kommt noch die schwierige familiäre Situation. Die Mutter ist nie da, das Geld ist immer knapp und nach der Schule müssen sich Lochan und Maya noch um die jüngeren Geschwister kümmern. Immer in Sorge, dass ihre Familie auseinander gerissen werden könnte.

Fazit

Ein wunderbares Buch über ein großes Tabu. Die Liebesgeschichte zwischen Maya und Lochan ist herzzerreißend, schön und traurig. Selten habe ich so ein eindringliches Buch gelesen, das mich auch noch nachdem ich es beendet habe nachdenklich gestimmt hat. Unbedingt lesen!
♥♥♥♥♥

Sonntag, 26. August 2012

Rezension: J.D. Salinger - The Catcher in the Rye

J.D. Salinger - The Catcher in the Rye
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: März 2010 (Erstveröffentlichung 1951)
Seiten: 230
Preis: 6,60 € (TB)
Deutscher Titel: Der Fänger im Roggen
Einzelband

Inhaltsangabe

Ich-Erzähler des Romans ist Holden Caulfield, der sich zur Zeit seiner Aufzeichnungen zur Erholung und psychiatrischen Behandlung in einem Sanatorium befindet. Sein Roman handelt davon, wie er nach einem Schulverweis für seine schlechten Noten kurz vor Beginn der Weihnachtsferien die Schule vorzeitig verlässt, um dem oberflächlichen, selbstdarstellerischen Verhalten seiner Kameraden und der Schulgesellschaft zu entfliehen. Er traut sich aus Angst vor der Reaktion der hysterisch-nervösen Mutter und des erfolgreichen Vaters nicht sofort nach Hause, sondern irrt drei Tage lang auf der Suche nach menschlicher Nähe und einer Zukunftsperspektive durch Manhattan.

Meine Meinung

Der Fänger im Roggen zählt zu den Bücher die schon länger mal lesen wollte. Auf Englisch lässt es sich auch wirklich sehr leicht lesen, die Sprache ist umgangssprachlich, teils vulgär und einfach gehalten. Aber gerade das hat mir sehr gut gefallen. So enthält das Buch in der Originalausgabe 255x das Wort "goddam" und 44x "fucks".

Die Handlung ist schnell erzählt: Nachdem Holden kurz vor den Weihnachtsferien vom Pencey's Internat geflogen ist, verlässt Holden die Schule und fährt nach New York, um dort ein paar Tage zu verbringen, bevor er sich seinen Eltern stellt.

Der Protagonisten Holden ist nicht leicht zu mögen. Er ist oftmals einsam, depressiv und wäre manchmal am liebsten Tod.
Holden steckt mitten in der Pubertät und verabscheut unechtes (phony) und schnulziges (corny) Verhalten. Eigentlich hasst er jeden, außer seine Brüder und seine Schwester.
Gerade dieses Verhalten machte ihn für mich unsympathisch. Die ganze Dauer des Buches beschwert er sich über das gekünstelte Verhalten anderer Menschen. Sogar Lehrern gegenüber, die er eigentlich ganz in Ordnung findet und mit denen er dann ein Gespräch anfängt, beginnt er eine Abneigung zu entwickeln.
Absolut jeder Verhält sich seiner Meinung nach 'falsch', nur er allein ist der einzig Ehrliche und ist nie gekünstelt. Holden wuchs mir nicht gerade ans Herz, aber ich habe doch während des Lesens gehofft, dass er endlich mal erkennt, dass die Welt nicht so schlecht ist, wie er sie sich immer vorstellt. Und auf den letzten Seiten des Buches vollzieht sich dann die Wandlung zum Erwachsenwerden.

Im Der Fänger im Roggen gibt es viele Gedankengänge und Rückblicke, die das Lesen sehr anstrengend und die Geschichte sehr langatmig machten. Die gerade mal 230 haben sich endlos gezogen. Es kommt einfach keine richtige Handlung zustande und während des Lesens fragte ich mich immer wieder "Worauf läuft die Geschichte eigentlich hinaus?".
Da dies aber ein "Klassiker" ist und hochgelobt wird, habe ich mich gezwungen das Buch zu Ende zu lesen. Leider wurde es nicht wirklich besser und ich sehe in dem Buch absolut keinen Sinn. Vielleicht habe ich es aber auch einfach nicht verstanden.

Fazit

Von Vielen wird es hochgelobt, ich kann mit dem Fänger im Roggen leider nichts anfangen. Für mich ist es ein Buch ohne ersichtliche Handlung und Spannungsbogen. Während des Lesens habe ich oftmals gehofft, dass es doch endlich zu Ende sein möge. Leider bleib der Aha-Effekt am Ende des Buches bei mir aus. Das einzig positive war die Sprache des Buches, denn sowas findet man nicht oft. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft und vergebe deswegen nur 2 Herzen.
♥♥

Samstag, 11. August 2012

Rezension: Mary E. Pearson - ZweiundDieselbe

Mary E. Pearson - ZweiundDieselbe
Verlag: Fischer Schatzinsel
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Seiten: 336
Preis: 7,99€ (TB)
Originaltitel: The Adoration of Jenna Fox
Band 1

Inhaltsangabe

Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Wahrheit, der sie schließlich Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: Jenna hatte einen furchtbaren Unfall – und ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch ist sie wirklich noch dieselbe?

Meine Meinung

"Was macht einen Menschen menschlich? Hat der Mensch eine Seele?" Das sind ungefähr die zentralen Fragen des Buches.

Jenna hatte einen schweren Autounfall, bei dem ihre Haut schwer verbrannt und nur noch 10% ihres Gehirns zu retten sind. Als sie nach anderthalb Jahren wieder aus dem Koma erwacht, hat sie keine Erinnerungen mehr an ihre Vergangenheit. Auch ihre Eltern sind ihr fremd. Mit Hilfe von Videos, die ihr komplettes Leben vor dem Unfall dokumentieren, versucht sie sich an die Jenna von früher zu erinnern.

"Und wenn meine eigenen, unversehrten zehn Przent wirklich genug sind, was wäre dann aus mir geworden, wenn es nur noch neu Prozent gewesen wären? Oder acht? Ist es die Zahl, die den Ausschlag gibt? Wann ist eine Zelle endgültig zu klein, um unser Wesen zu verkörpern"

Jenna fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Wie sie mit dem Erinnerungsverlust umgeht und endlich die Wahrheit über sich selbst, den Unfall und ihre Vergangenheit erfahren will ist nachvollziehbar dargestellt. Manchmal erinnerte mich ihr Verhalten an das eines Kindes, nämlich unbeholfen und unwissend. Menschliches Empfinden und Gesten wie Lachen sind ihr fremd geworden und muss wieder erlernt werden. Auch die Bedeutung mancher Wörter hat sie vergessen. Am Anfang des Buches stellte sie sich die Frage, ob sie "genug" ist, doch zum Ende hin wird ihr klar, dass sie nur eigenständig leben will.

Ihre Eltern empfand ich als sehr bestimmerisch, besitzergreifend und behandelten Jenna wie ein Kleinkind. Sie haben Jenna auf seinen Sockel gestellt, sie war ihr Wunderkind. Nach dem Unfall haben sie alles dafür getan, um ihre Tochter am Leben zu erhalten.

Während des Lesens habe ich mich auch oftmals gefragt, ob ich nicht genauso gehandelt hätte, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte. Ich denke nicht, dass sie in böser Absicht gehandelt haben. Sie haben nur ihr Kind sterben sehen und wollten es retten, an die Auswirkungen in der Zukunft haben sie nicht gedacht.

Ihre Großmutter Lily, die mit im Haus wohnt ist zwar unsympathisch und teils gemein zu Jenna, aber ihr Verhalten ist nachvollziehbar: für sie ist Jenna gestorben, sie hat um sie getrauert. Stunden später eröffneten Jenna's Eltern ihren Plan.

Auch wenn das Buch in der Zukunft spielt  würde ich es nicht als Fantasy bezeichnen. Die philosophischen und ethischen Aspekte stehen aber klar im Vordergrund und sind durch Fantasy-Elemente nur nett verpackt.
Ich habe erwartet, dass das Buch ein Thriller ist, doch es geht in eine ganz andere Richtung. Es stimmt den Leser nachdenklich. Hat man das Recht dazu, einen Menschen in eine "Maschine" zu verwandeln um ihn am Leben zu erhalten? Und da ist auch wieder die Frage, was macht einen Menschen menschlich?

Fazit

Irgendwie hatte ich mir vom dem Buch mehr erhofft, mehr Spannung, mehr Katz-und-Maus-Spiel zwischen Jenna und ihren Eltern. ZweiundDieselbe entpuppte sich als Buch, das Fragen zum Thema Mensch-sein und  Menschen mittels Gentechnik am Leben zu erhalten aufwirft. Interessant, doch das gewisse Etwas fehlt leider.
♥♥♥
 
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