Montag, 16. Juli 2012

Rezension: Susan Beth Pfeffer - Die Verlorenen von New York

Susan Beth Pfeffer - Die Verlorenen von New York
 
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: April 2011
Seiten: 352
Preis: 16,90€ (HC)
Originaltitel: The dead and the gone
Reihe: The Last Survivors
Band 2 von 3

Die Welt wie wir sie kannten
 

Inhaltsangabe

Ob es jemals wieder so wird wie früher?
Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden - wer konnte, hat die Stadt längst verlassen.
Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie.
Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist?

Meine Meinung

Dies ist der zweite Band um die Mond-Katastrophe von Pfeffer. Es ist das selbe Szenario, doch anstatt wie vorher in einer Kleinstadt, ist der Schauplatz dieses Buches New York. Die Geschichte ist aus der Sicht des Jungen Alex geschrieben, diesmal allerdings nicht in Tagebuchform.

Als der Asteroid auf dem Mond einschlägt arbeitet Alex gerade bei Joey's Pizza, sein Vater ist bei Verwandten in Puerto Rico und seine Mutter auf dem Weg zur Arbeit ins Krankenhaus.
Alex und seine jüngeren Schwestern Julie und Brianna können das Ausmaß der Katastrophe noch nicht richtig einschätzen. Doch als die Mutter nach Tagen nicht von der Arbeit nach Hause kommt und die Kinder sie im Krankenhaus auch nicht erreichen können stellen sie sich widerstrebend der Tatsache, das sie vielleicht tot ist. Auch den Vater können sie im Ausland nicht erreichen. Die Geschwister sind auf sich allein gestell.

Nun muss Alex sich um seine jüngeren Schwester kümmern und ist plötzlich das Oberhaupt der Familie, obwohl er selbst noch ein Kind ist. Sein Verhalten ist teilweise sehr machohaft, er kann er zum Beispiel weder kochen noch putzen und sieht diese Tätigkeiten als Aufgabe seiner Schwestern an.
Er tut jedoch alles ihm Mögliche um an Essen heranzukommen, so stiehlt er zum Beispiel Wintermäntel und Uhren von Leichen die auf der Straße liegen und verkauft die Sachen auf dem Schwarzmarkt für Essen.

Ein störender Faktor in diesem Buch, war die Religiösität der Familie und die damit verbundene Hoffnung, dass sie nur zu ihren Schutzpatronen beten müssen und alles wird wieder gut werden.

Auch fand ich es etwas unrealistisch, dass in einer Großstadt wie New York nach so einer Katastrophe kaum Gewalt und Anarchie herrscht. Zwar kommt es ein- zweimal zu Übergriffen, jedoch passiert das eher am Rande der Geschichte. Man muss wohl berücksichtigen das es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt.

Fazit 

Leider kommt der zweite Band nicht ganz an den Ersten heran. Es ist interessant die Geschichte aus einer anderen Perspektive, in einer anderen Stadt zu lesen, trotzdem kam mir vieles bekannt vor und man wusste was z.B. Katastrophentechnisch auf die Geschwister zukommt.

Man kann den 2. Band auch unabhängig vom Ersten lesen, beide bauen nicht aufeinander auf. Teil 3 beschäftigt sich, so weit ich weiß, auch wieder nur mit Miranda und ihrer Familie.

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